Auch 2020 gab es wieder das Deutsches-Feuerwehr-Fitness-Abzeichen

Beugehang, Kasten-Bumerang-Test oder Leitersteigen sind Sportdisziplinen, die nicht die Schlagzeilen der Medien beherrschen. Bei der Feuerwehr hingegen zählen sie zum Alltag.

Das Deutsche Feuerwehr-Fitness-Abzeichen (dFFA) ist ein sportmotorisches Leistungsabzeichen für Feuerwehrangehörige und wird von der Deutschen Feuerwehr-Sportföderation e.V. verliehen, es definiert die physischen Mindestanforderungen für Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehren. Das Deutsche Feuerwehr-Fitness-Abzeichen gilt in einigen Bundesländern als verbindlicher Prüfungsbestandteil der Laufbahnausbildungen. Aber auch viele Freiwillige Feuerwehren in Deutschland beteiligen sich an den Übungen, um dieses Abzeichen zu erlangen, so auch zahlreiche Feuerwehrfrauen und -männer aus Erndtebrück. Jeder kann sich aus dem Angebot seine passende Übung in drei Disziplinen – Ausdauer, Kraft und Koordination – heraussuchen. So hat beispielsweise Kerstin Grünert in der Disziplin Kraft das Dummyziehen für sich entdeckt. Es gilt eine 75-kg-Dummy rückwärtig in einer bestimmten Zeit über eine vorgegebenen Parcours von 66 Metern zu ziehen. Michael Dellori aus Birkefehl ist begeisterter Mountainbike Fahrer und legte im vergangenen Jahr 1400 km im Gelände zurück – ohne Akku natürlich. Damit boten sich die besten Voraussetzungen für die Ausdauerdisziplin auf der 20-km-Radstrecke. Im Sport ist vielfach die Rede von einem verlorenen Jahr 2020. „Für uns war es ein Jahr mit besonderen Herausforderungen, aber kein verlorenes Jahr“ fasst Peter Schneider, Koordinator des Abzeichens in der Erndtebrücker Feuerwehr zusammen. Die Einstellung des Übungsbetriebes in den Feuerwehren und die Schließung der Sportstätten zum 16. März und im Herbst waren eine besondere Herausforderung. Die Dreifachturnhallte stand nur für kurze Zeit im Jahr zur Verfügung, das Hallenbad blieb nach dem 16. März ganz geschlossen. Daher waren die Feuerwehrsportler dankbar, dass sie für einige Übungseinheiten die Sportstätten des TuS Erndtebrück nutzen konnten. Den Fokus währen des Lockdowns lag in den Ausdauerdisziplinen Laufen und Radfahren. Durch das geringere Verkehrsaufkommen gab es auf der Edertal-Radstrecke zwischen Erndtebrück und Raumland nahezu ideale Bedingungen. Zusammengefasst wurden bei den insgesamt 12 Übungs- und Abnahmeterminen in allen drei Disziplinen – Ausdauer, Kraft und Koordination – bessere Ergebnisse erzielt als im Vorjahr. Durch die Einschränkungen konnten aber leider nicht alle Teilnehmer abschließen.

Die Ehrungen im Einzelnen:

dFFA-Erwachsene Gold:
Peter Schneider
Dr. Rolf-Heiner Spies
Jörg Stöcker

dFFA-Erwachsene Silber:
Michael Dellori
Horst Schneider

dFFA-Erwachsene Bronze:
Kerstin Grünert